Feinkoch – Kochen & kaufen nach Rezept

Seit letztem Samstag hat Wien etwas Neues zu bieten, das es in dieser Form noch nicht in dieser Stadt gibt: Das Feinkoch – Eine Mischung aus Naschmarkt und Restaurant. Ein innovatives Konzept, das ich natürlich sofort testen musste.

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Rezept auswählen, einkaufen und kochen

Durch die NFC Rallye wurde ich letzte Woche auf das Lokal in der Theobaldgasse 14 aufmerksam. Das Prinzip ist schnell erklärt: Man wählt aus verschiedenen Rezepten eines aus und kauft nur die Dinge, die man für das Gericht benötigt. Die Produkte sind bereits fertig abgepackt und müssen nur noch zusammengesucht und eingepackt werden. Salz, Pfeffer und Olivenöl sind Grundvorraussetzung, aber selbst diese können im Laden gekauft werden. Es wird immer einen Grundstock an Rezepten geben: Derzeit gibt es 6 Gerichte, in den nächsten Wochen sollen es jedoch mehr werden. Alle zwei Wochen werden zwei bis drei Gerichte ausgetauscht. Es soll hierbei auch auf Saisonalität geachtet werden. Die Produkte sollen, wenn möglich, Bio, regional, saisonal und natürlich frisch sein. Sogar beim Brot setzt man auf die Frische einer nahegelegenen Traditionsbäckerei.

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Was soll ich kochen?
Derzeit gibt es zwei Suppen (Topinambursuppe mit Chili und weißer Schokolade; Orientalische Linsensuppe mit Olivenciabatta), zwei Nudelgerichte (Zitronen-Rucola-Linguine mit gerösteten Pinienkernen; Linguine mit Salsiccia & frischen Cherrytomaten), eine Risotto-Variation (Risotto mit gebratenen Kräuterseitlingen) und ein Fleischgericht (Gebratene Hühnerbrust mit Thymian und Couscous). Die Rezepte wurden gemeinsam mit Köchen erstellt, vorgekocht und getestet. Es wird darauf geachtet, sowohl einfache als auch anspruchsvollere Rezepte im Angebot zu haben. Es sollen jedoch Dinge sein, die nicht zu abgehoben sind und die jeder relativ rasch zuhause machen kann. Neben Fleischgerichten gibt es auch vegetarische Gerichte. Einige Rezepte können auch vegan zubereitet werden, man achtet aber nicht speziell darauf. Auf den Rezeptkarten sind neben einem Bild des Gerichtes, den Zutaten und der Zubereitung auch der Schwierigkeitsgrad, die Personenanzahl, die benötigten Utensilien und der Zeitaufwand vermerkt.

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Frische Produkte, rustikale Einrichtung

Kochen leicht gemacht
Neben den interessanten Rezepten finde ich vor allem auch das Konzept sehr spannend. Man kauft nur das, was man wirklich braucht. Es bleiben also keine Reste übrig, die im Abfalleimer landen. Bei einem Zweipersonen- oder Single-Haushalt ist so etwas sehr praktisch. Weiters muss man sich keine Gedanken darüber machen, was man kochen soll. Man wählt einfach eines der Gerichte aus und hat schon ein vollwertiges und gesundes Gericht mit frischen Zutaten. Durch die langen Öffnungszeiten (Mo-Fr 11-21 Uhr, Sa 10-18 Uhr) kann auch noch nach der Arbeit eingekauft und anschließend gekocht werden. Neben den benötigten Produkten gibt es auch noch Wein, Getränke, Marmelade, Pesto, Teegebäck und vieles mehr. Es sollen bald auch Desserts angeboten werden. Später soll auch im Lokal selbst gekocht werden.

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Neben den Produkten für die Rezepte gibt es auch viele andere Leckereien

Der Selbstversuch: Risotto mit gebratenen Kräuterseitlingen
Natürlich war ich nicht nur zum Schauen im Feinkoch, sondern habe auch eingekauft und anschließend gekocht. Man sucht sich ein Rezept aus, schnappt sich die Rezeptkarte und sucht sich alleine oder gemeinsam mit Simon Jacko, dem Gründer von Feinkoch, die benötigten Zutaten zusammen. In meinem Fall: Risottoreis, Tomaten, Kräuterseitlinge, Schalotte, Knoblauch, Butter, Parmesan und Petersilie. Preislich liegen die Gerichten zwischen 2 und 5€ pro Person (je nach Zutaten und Gericht). Mein Gericht belief sich auf ca. 4€ pro Person (den genauen Preis habe ich leider nicht mehr im Kopf). Meiner Meinung nach ist es preislich aber okay, da die Portionen groß bemessen waren und wir zu zweit mehr als satt wurden. Das Kochen nach Rezept war einfach und hat Spaß gemacht. Die Arbeitsschritte sind gut erklärt und geschmeckt hat es am Ende auch.

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Gekocht: Risotto mit gebratenen Kräuterseitlingen

Fazit
Ein tolles Konzept, das Spaß macht. Die Rezepte sind modern und sowohl für Vegetarier als auch für Fleischesser geeignet. Die Portionen sind gut bemessen und das Endprodukt schmeckt. Als nächstes möchte ich die Orientalische Linsensuppe und die Gebratene Hühnerbrust probieren. Ein weiterer großer Pluspunkt ist der äußerst nette und sympathische Simon Jacko, der gerne mit seinen Kunden plaudert und auch hilft. Ich kann jedem nur empfehlen, sich dieses Lokal einmal anzusehen und auszuprobieren.

Feinkoch
Wo: Theobaldgasse 14, 1060 Wien
Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-21 Uhr, Sa 10-18 Uhr
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Fabians Meinung
Edit: Feinkoch liefert nun auch!

Schon probiert bzw. werdet ihr es probieren?

Veröffentlicht von

piximitmilch.at

Petra | 24 | Wien | Sie liebt Fotografie, Mode, Handgemachtes, gutes Essen und Reisen.

7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Klingt interessant, ich glaube ich hab schon mal von so einem Store aus Deutschland gelesen :) will ich auf jeden Fall vorbei schauen, die Preise sind auch akkurat, immerhin ist ja ein Rezept dabei und es bleibt einen auch bestimmt nichts über von den Zutaten (für Alleinstehende sehr passend).

  2. Hi Mathias! Genau, in Berlin und Hamburg gibt es das Kochhaus. Die Konzeptidee von Simon gab es aber schon vorher. Sag mir dann, wie dir das Feinkoch gefallen hat!
    Hi apo! Es kommt darauf an ob man sonst sehr viel kocht oder eher nicht. Denke auch, dass es für Firmen die selbst kochen möchten ganz cool ist. Bei uns ist der Kühlschrank derzeit ziemlich leer, da wir viel unterwegs sind. Da kommt einem so ein Konzept schon entgegen. Seh das auch so wie Michi, wenn die Zutaten frisch, saisonal und Co sind, ist der Preis okay. Finde die Rezepte auch sehr ansprechend, so kommt man auf neue Ideen und Geschmackserlebnisse. Sag mir dann, wie es dir gefallen hat!
    Lg.

  3. Ich finde es eigentlich nicht so übertrieben mit dem Preis wenn die Zutaten frisch sind und frisch gekocht schmeckt eh immer lecker. Übrigens Risotto könnte ich eh in allen Varitationen essen, ist immer so lecker.

  4. Ich finde das Konzept sehr interessant. Gerade weil auch die Rezepte sehr interessant klingen.

    Trotzdem finde ich es preislich etwas teuer. Um 8€ kann ich viel Risotto kochen und bei der Zutatenliste zählt eigentlich das Wegwerf-Argument nicht, da alle Zutaten außer den Tomaten und den Pilzen lange haltbar sind bzw. eigentlich zur Grundausstattung eines jeden Haushaltes zählen.

    Werde es aber sicher einmal ausprobieren.

  5. Ja! Vielen Dank für den Hinweis; ich hab das Konzept bereits vor einigen Monaten in einer Reportage gesehen, allerdings handelte es sich damals um einen Laden in Deutschland – Berlin, soweit ich mich erinnern kann. Jedenfalls fand ich es irrsinnig schade, dass es so etwas natürlich wieder mal nicht in Wien gibt, vor allem, weil mir tatsächlich ständig Zutaten übrig bleiben (was mach ich in einem 1-Personen-Haushalt mit einem Kilo Zwiebeln im Netz?) und ich gezwungen bin, vieles wegzuwerfen wenn ich nicht ständig dasselbe essen will.
    Also großartig, dass es das jetzt auch hierzulande gibt und du darauf hingewiesen hast. :)

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